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Ziegelbau Zukunft

Thermische Behaglichkeit mit Ziegel und Beton

Behagliches Wohnen ist mit einem reinen Ziegelmauerwerk ohne zusätzliche Kunststoffdämmung möglich.

Im Versuch erwies sich vor allem die Kombination mit der Bauteilaktivierung von Böden und Decken als vielversprechend für die Zukunft.

ARGE ZIEGEL BAU ZUKUNFT:

Ziegel werden aus heimischem Lehm und Ton hergestellt und sind einfach und flexibel zu verarbeiten. Ziegel - ein moderner Baustoff, der sogar die Bauteilaktivierung in Kombination mit Beton ermöglicht. Die ARGE ZIEGEL BAU ZUKUNFT testete die Effizienz von einfachen Ziegelräumen ohne zusätzliche Dämmung an der Außenwand mit Hilfe von zwei Simulationsbauten.

Simulationsraum an der BAUAkademie Salzburg:
Architekturplanung © Arch. DI Peter Horner, Architekturbüro Horner
E-Konzept © Harald Kuster; FIN-Future is now

Betonbauteile wie Böden und Decken wurden dabei bauteilaktiviert. Sie kühlen und wärmen mit der Hilfe von Leitungen in ihrem Inneren und unterstützen die Ziegelwände dabei, behagliche Innentemperaturen zu schaffen. Heizkörper oder Klimaanlagen sind im besten Fall hinfällig.

Ziele des Forschungsprojekts waren:

Erstens zu beweisen, dass der Ziegelbau bestens für die Kombination mit der thermischen Bauteilaktivierung geeignet ist. Und zweitens zu belegen, dass auch ohne zusätzliche Dämmung der Wände ein behaglicher und sehr energieeffizienter Wohnraum aus Ziegeln geschaffen werden kann.

Im Zuge des mehrjährigen Forschungsprojektes gelang es, sowohl im Sommer als auch im Winter ein behagliches Raumklima sicherzustellen, und das ganz ohne zusätzliche Dämmung. Die Speicherkraft des Ziegels sorgte im Winter selbst dann für eine angenehme Raumtemperatur, wenn draußen tiefe Minusgrade herrschten. In der heißen Jahreszeit blieb die Temperatur sogar an sechs Tagen über 30 Grad immer unter 25 Grad. Kosten- und energieaufwendige Kühlung ist bei ausreichender Beschattung und guter Lüftung damit nicht mehr notwendig – ein Thema, das in den kommenden Jahren immer wichtiger werden wird.

Rechenkern:

Einen großen Beitrag für die Berechnung von Gebäuden kann der für das Projekt entwickelte Rechenkern leisten. Er arbeitet extrem genau und bildet die Realität nahezu identisch ab. Der Rechenkern kann für zukünftige Bauvorhaben herangezogen werden und einen optimalen Aufbau von Gebäuden in Hinblick auf Energieeffizienz und Komfort gewährleisten.

Ziegelbau und Bauteilaktivierung:

Abschließend ist das gute Zusammenspiel der Bauteilaktivierung mit der Ziegelbauweise hervorzuheben. Im Versuch funktionierte diese einwandfrei und liefert den Beweis, dass Gebäude mit großen speicherwirksamen Massen und reinen Ziegelwänden optimal mit erneuerbarer Energie betrieben werden können.

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