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Schall.HOCH.Bau

Entwicklung eines Rechenmodells zur Prognose des Schallschutzes von ein- und mehrschaligen Außenwandkonstruktionen
Forschungsprojekt NÖ

Dem Schallschutz im Hochbau kommt zunehmend größere Bedeutung zu. Die Montage von Dämmsystemen auf Gebäudeaußenwänden führt zu einer derzeit nicht vorhersagbaren frequenzabhängigen Beeinflussung der Schalldämmung des Wandaufbaus.

Innovationsgehalt
Gemeinsam mit 16 Unternehmens- und 2 Wissenschaftspartnern wird im Projekt Schall.HOCH.bau ein Prognosemodell entwickelt, mit dem (im Gegensatz zu bisherigen Ansätzen) die Schalldämmung des geplanten Außenwandaufbaus frequenzabhängig anhand der Produkteigenschaften der Roh-Wand, der jeweiligen Fassadenausführung – WDVS oder Vorhangfassade – inklusive eingebauter Fenster und Türen unter Berücksichtigung der spezifischen Eigenschaftsstreuungen optimiert prognostizierbar ist.

Projektziel ist die Entwicklung eines Prognosemodells zur Verbesserung der Luftschalldämmung bei WDVS und vorgehängten hinterlüfteten Fassaden. Dieses liefert mit einer zeitgemäßen Datengrundlage Voraussetzungen für ein allgemein anwendbares Planungstool. Der derzeitige Stand der Technik bietet derzeitig keine allgemein gültigen frequenzabhängigen Prognosemodelle, daher wird mit den zu schaffenden Voraussetzungen eine flexiblere und deutlich genauere Bemessung des Schallschutzes von gedämmten Außenwänden möglich sein.

Aufbau einer derzeit einzigartigen Datenbank mit validen Messdaten des Schalldämmmaßes von Fassadenkonstruktionen und deren Verknüpfung mit Erkenntnissen aus Vorprojekten (wie z.B. Einflüsse von Fenstern und Türen). Planbar-Machen des Schallschutzes von Fassadenkonstruktionen (WDVS und vorgehängte hinterlüftete Fassadensysteme) durch ein Prognosemodell für das frequenzabhängige (!) Luftschalldämmmaß und dadurch Minimierung von Planungsunsicherheiten und Ermöglichung eines ressourceneffizienten Materialeinsatzes.

Projektziele, -inhalte und Nutzen 
Planern und Ausführenden die Möglichkeit zu bieten, die akustischen Auswirkungen von ein- und mehrschaligen Wandaufbauten aus Beton oder Ziegelmauerwerk mit verschiedenen Fassaden-Ausführungen beurteilbar zu machen und damit die akustische Qualität zu erhöhen und Baukosten zu senken.
Erhöhen der Prognosegenauigkeit mit Fokus auf den tiefen Frequenzbereich (um Überdimensionierungen zu vermeiden).

Prognosetool
Eine breite Anwendbarkeit in der Branche ist Ziel: Das Prognosemodell kann in weiterer Folge in Bauphysik-Software implementiert werden. Das tabellarische Planungstool kann von Planenden direkt angewandt werden und soll Einzug in die ÖNORM finden.

Zielgruppe
Hersteller von (massiven) Wandbildnern, Fassaden, Dämmstoffen
Bauphysiker
Planende und Ausführende

wissenschaftliche Partner
TGM, Versuchsanstalt für Akustik und Bauphysik 
TU Wien, Institut für Hochbau und Technologie, Forschungsbereich für Bauphysik und Schallschutz
ecoplus GmbH - Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich

 

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